Die Rückkehr zu G9 oder die Einrichtung paralleler Bildungsgänge an den Gymnasien hat zu einer enormen Arbeitsbelastung geführt, indem Lehrpläne wieder umgeschrieben und angepasst werden mussten. Kerncurricula und Bildungsstandards müssen in unzähligen Konferenzen erarbeitet werden ohne entsprechende Entlastungen.

Inklusiver Unterricht am Gymnasium erfolgt oft mit minimaler fachlicher Begleitung und Unterstützung  und ist verbunden mit umfangreicher bürokratischer Mehrarbeit und zusätzlichen Besprechungsterminen der Kollegien. Die Integration von Flüchtlingen wird eine weitere Herausforderung sein. Anstelle von langfristigen Konzepten hat das Kultusministerium Stundenkürzungen in der gymnasialen Oberstufe verordnet, was unsere Arbeit weiter verdichtet. 

Wir finden diese Situation inakzeptabel und setzen uns als GEW ein für

  • die Rücknahme der Kürzungen in der Oberstufe
  • ein breites Angebot an Leistungskursen
  • eine Senkung der immer noch sehr hohen Klassenobergrenzen in der Sekundarstufe I
  • eine Reduktion der Oberstufenklausuren und Entlastung beim Abitur
  • eine Erhöhung des Schuldeputats für Zusatzaufgaben wie z.B. Mentorentätigkeit

Wir wollen

  • kein Praxissemester
  • keine aufwändigen und wirkungslosen Lernstandserhebungen
  • kein Ausspielen der Kollegien gegeneinander

sondern

  • Ressourcen für Ganztagsangebote an G9 Gymnasien
  • eine Reduktion der Pflichtstundenzahl von Gymnasialkräften