GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Tue, 31 Mar 2020 15:19:24 +0200 Tue, 31 Mar 2020 15:19:24 +0200 TYPO3 EXT:news news-627 Tue, 31 Mar 2020 10:49:16 +0200 Für Freiberufler im Bildungsbereich https://www.gew-nordhessen.de/home/details/627-fuer-freiberufler-im-bildungsbereich/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5842c34288ffaf00186977b30a71eb43 Corona-Soforthilfe ist keine Hilfe Mit dem Soforthilfe-Programm für Soloselbständige der Bundesregierung und der Aufstockung durch das Land Hessen sollten eigentlich Selbständige und Kleinstunternehmer, die durch die Corona-Maßnahmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten (sind), Unterstützung erfahren.

Seit 29. März 2020 besteht nun das Online-Antragsformular auf der Homepage des Regierungspräsidiums. Dort heißt es allerdings, dass der zu beantragende Betrag keine Verdienst- oder Einkommensausfälle ersetzen solle, sondern lediglich für Liquiditätsengpässe wie Büromieten oder Leasingraten gedacht sei.

Damit ist die dringend notwendige Soforthilfe für die meisten Soloselbständigen im Bildungsbereich (VHS-Kursleiter, Honorarlehrkräfte, DaF/DaZ-Lehrkräfte) keine Hilfe, weil sie vor allem durch den Kursausfall in existentielle Not geraten.

„Diese Kolleginnen und Kollegen bleibt nun also nur noch der Weg zum Amt, um Harz IV oder Sozialhilfe zu beantragen. Das ist keine Hilfe, sondern eine Schande!“, findet Birgit Koch, Vorsitzende der GEW Hessen. „Damit werden zum Beispiel die eh schon prekär beschäftigten Honorarkräfte in der Erwachsenenbildung vollkommen allein gelassen! Hier muss die Landesregierung dringend die Soforthilfe nachbessern, damit auch diese Kolleginnen und Kollegen ebenfalls Unterstützung erhalten.“

Bis das geschieht, rät die GEW Hessen ihren Mitgliedern in den betroffenen Bereichen bis zum 31. März einen Antrag auf Grundsicherung nach SGB II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfeleistung zu beantragen, damit sie auch noch für März 2020 Leistungen erhalten. Die Beantragung ist derzeit, was die Vermögensanrechnung angeht, erleichtert. Auch ein Antrag auf Verminderung der Krankenkassen- und Rentenversicherung wegen Erwerbsminderung kann hilfreich sein.

Weitere Infos werden auf unserer FAQ-Seite immer wieder aktualisiert.

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Aktuelles
news-626 Tue, 31 Mar 2020 10:47:19 +0200 Die Geflüchteten an den Grenzen nicht alleine lassen https://www.gew-nordhessen.de/home/details/626-die-gefluechteten-an-den-grenzen-nicht-alleine-lassen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e1fc95da4136e185656dec305d9f94f Verantwortung wahrnehmen – Werte leben #leavenoonebehind Petition „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ (Moliére)

Die Situation der asylsuchenden Menschen in den Lagern auf den griechischen Inseln und an den europäischen Außengrenzen ist katastrophal. Das Leid der Geflüchteten verschwindet aktuell aus der öffentlichen Wahrnehmung. Gleichzeitig läuft die Zeit für die dringend notwendige Evakuierung davon. Kommt es zum Ausbruch des Corona-Virus in den Lagern, wird jeder Versuch der Eindämmung und sogar der Verlangsamung zum Scheitern verurteilt sein. Die erforderlichen - und in vielen europäischen Ländern bereits getroffenen Schutzmaßnahmen - sind in den Lagern schlicht unmöglich. Im Camp Moria auf der Insel Lesbos, das eigentlich für 3.000 Menschen gedacht war, leben derzeit mehr als 20.000 Menschen. Es gibt kaum Zugang zu Wasser, keine Seife und eine medizinische Versorgung sowie Infrastruktur ist so gut wie nicht vorhanden. Die tödlichen Folgen dieser Konstellation liegen offen zutage.

Vor allem in Zeiten der Krise zeigt es sich, was die eigenen Werte - wie die grundsätzlichen Menschenrechte und das Recht auf Asyl - tatsächlich wert sind. Das humanistische Europa darf diese nicht an seinen Außengrenzen opfern.

Aus diesem Grund machen wir aufmerksam auf die Petition und Kampagne „# LeaveNoOneBehind“ – Griechische Lager jetzt evakuieren

https://leavenoonebehind2020.org/de/

und unterstützen auch die Initiative „Can’t Wash My Hands“, eine Aktions- und Vernetzungsplattform zur Unterstützung der Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen https://cantwashmyhands.eu.

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Hochschule Aktuelles
news-624 Mon, 30 Mar 2020 13:44:12 +0200 Unterstützung durch das Soziale Hilfswerk https://www.gew-nordhessen.de/home/details/624-unterstuetzung-durch-das-soziale-hilfswerk/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=64aacfb28002d2731747e4e6567e9b88 Beihilfe/zinsloses Darlehen für GEW-Mitglieder in Nordhessen Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Corona hält uns alle in Atem. Es ist bisher nicht absehbar, welche Folgen die Pandemie längerfristig haben wird und wann wir wieder zu so etwas wie einem „Normalzustand“ zurückkehren können.

Neben der Ansteckungsgefahr sind bei vielen die Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz gestiegen. Mit dem Soforthilfe-Programm für Soloselbständige der Bundesregierung und der Aufstockung durch das Land Hessen sollten eigentlich Selbständige und Kleinstunternehmer, die durch die Corona-Maßnahmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten (sind), Unterstützung erfahren. Seit 29.3.2020 besteht nun das Online-Antragsformular auf der Homepage des Regierungspräsidiums. Dort heißt es allerdings, dass der zu beantragende Betrag keine Verdienst- oder Einkommensausfälle ersetzen solle, sondern lediglich für Liquiditätsengpässe wie Büromieten oder Leasingraten gedacht sei.

Damit ist die dringend notwendige Soforthilfe für die meisten Soloselbständigen im Bildungsbereich (VHS-Kursleiter, Honorarlehrkräfte, DaF/DaZ-Lehrkräfte) keine Hilfe, weil sie vor allem durch den Kursausfall in existentielle Not geraten.  

Die GEW Hessen setzt sich dafür ein, dass das Soforthilfe-Programm an dieser Stelle nachgearbeitet wird. Bis das geschieht, rät die GEW Hessen ihren Mitgliedern in den betroffenen Bereichen bis zum 31. März einen Antrag auf Grundsicherung nach SGB II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfeleistung zu beantragen, damit sie auch noch für März 2020 Leistungen erhalten. Die Beantragung ist derzeit, was die Vermögensanrechnung angeht, erleichtert. Auch ein Antrag auf Verminderung der Krankenkassen- und Rentenversicherung wegen Erwerbsminderung kann hilfreich sein.

Als Mitglied der GEW Nordhessen sind Sie zeitgleich auch Mitglied des Sozialen Hilfswerk. Wenn nicht jetzt, wann dann, kann dieses Unterstützungsangebot Kolleginnen und Kollegen helfen!

Wenn Sie in einer finanziellen Notlage sind, prüfen Sie bitte, ob Sie ggf. bei uns einen Antrag auf Beihilfe oder zinsloses Darlehen einreichen möchten. Im Anhang finden Sie dazu ein Merkblatt, einen Flyer und das Antragsformular. Unsere Geschäftsstelle ist derzeit wie viele andere geschlossen und unsere Mitarbeiterinnen sind im Homeoffice. Melden Sie sich daher bei Nachfragen oder bei Antragseinreichung bitte per Mail an bezirk@gew-nordhessen.de .

Auf unserer Homepage www.gew-nordhessen.de finden Sie immer wieder aktualisierte Angaben in Bezug auf Corona, Informationen zu unserer gewerkschaftlichen Arbeit sowie dem Sozialen Hilfswerk. Schauen Sie gern regelmäßig dort vorbei, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Wir hoffen, wir kommen alle gut durch diese besondere Zeit!
Bleiben Sie gesund!

Birgit Koch
Geschäftsführerin des Sozialen Hilfswerks

Merkblatt

Antrag PDF

Flyer

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Hochschule Aktuelles
news-623 Mon, 30 Mar 2020 12:28:35 +0200 Die Notbetreuung braucht klare Regeln! https://www.gew-nordhessen.de/home/details/623-die-notbetreuung-braucht-klare-regeln/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c4fff5fc562d9f6418afcf6d9031f08 Corona-Pandemie: Notbetreuung in den Schulen an Wochenenden und Feiertagen und in den Osterferien Pressemitteilung 30. März 2020 Das Kultusministerium hat jetzt – wie schon länger erwartet – die Schulen angewiesen, für bestimmte Berufsgruppen auch an den Wochenenden, an Feiertagen und in den hessischen Osterferien eine Kindernotbetreuung zu sichern.

Birgit Koch, Landesvorsitzende der GEW Hessen, stellt fest: „Der Kreis der anspruchsberechtigten Berufsgruppen ist seit Mitte März mehrfach erweitert worden, ebenso ist die Voraussetzung, dass beide Elternteile zu einer systemrelevanten Berufsgruppe gehören müssen, weggefallen. Beides hat bisher nicht zu einer deutlichen Ausweitung der Zahl der Kinder in den Notbetreuungen geführt. Dies zeigt, dass alle Eltern, die es irgendwie anders regeln können, ebenfalls die zusätzlichen Kontakte in der Notbetreuung meiden. Das ist gut so und zeigt, wie verantwortungsbewusst alle mit der Situation umgehen!“

Gerade die pädagogischen Berufe sind Berufe, die mit einem erhöhten Sozialkontakt einhergehen. Insbesondere  bei jüngeren Kindern kann der vom Robert-Koch-Institut empfohlene Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Hinzu kommt, dass gerade Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sein können, ohne selbst Symptome zu zeigen. Gleichzeitig suchen sie gerade in belastenden Situationen den Körperkontakt.

Birgit Koch weiter: „Bevor jetzt in den Schulen Notfallpläne für eine Ausweitung des Angebots auf Wochenenden, Feier- und Ferientage erstellt werden, sollte der Bedarf erfasst werden. Für Lehrkräfte fordern wir eine absolute Freiwilligkeit des Einsatzes in der Notbetreuung. Lehrkräfte, die nach aktueller Einschätzung ein erhöhtes Risiko z.B. wegen des Alters oder durch Vorerkrankungen haben, dürfen nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden.“

Maike Wiedwald, Landesvorsitzende der GEW Hessen: „Lehrkräfte, die eine Notbetreuung sicherstellen, sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Damit die Notbetreuung weiterhin gewährleistet werden kann, muss es klare Regeln für den Infektionsschutz  geben. Wir fordern für die Kolleginnen und Kollegen, die solche Dienste übernehmen, beste Bedingungen, insbesondere was Schutz- und Desinfektionsmaterial angeht.“

Für die Kolleginnen und Kollegen, die in der Notbetreuung eingesetzt sind, ist dies eine sehr anstrengende Tätigkeit. Gerade an der Grundschule kann man die Kinder nicht,  wie beim Abitur,   in zwei Metern  Abstand den ganzen Vormittag  nebeneinander setzen. Es ist es oft schwer, die notwendigen Abstandsregeln einzuhalten. Hinzu kommt auch die Angst um die eigene Gesundheit und die eigene Familie.

Maike Wiedwald weiter: „Allen in der Notbetreuung Beschäftigten muss ausreichend Zeit zur Erholung eingeräumt werden, insbesondere wenn Arbeit an sonst üblicherweise arbeitsfreien Tagen notwendig wird. Es muss eine Entlastung und einen Ausgleich danach oder während dieser Zeiten geben. Außerdem müssen diese Kolleginnen und Kollegen zugleich von allen anderen Aufgaben freigestellt werden, zum Beispiel von der Betreuung ihrer Klassen aus dem Homeoffice.“

Beide GEW-Landesvorsitzenden betonen noch einmal abschließend: „Die Arbeitnehmerrechte und die Mitbestimmung in den Schulen gelten auch in Krisenzeiten weiterhin. Wir erwarten, dass an den Schulen, an denen eine erweiterte Notbetreuung stattfinden soll, der Personalrat der Schule beteiligt wird.“ In diesem Zusammenhang kritisieren Wiedwald und Koch, dass die Gewerkschaften und der Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer auf der Landesebene systematisch missachtet werden und über alle Veränderungen zuerst über die Medien und die Internetseiten der Landesregierung erfahren. Dieses Misstrauen ist aus Sicht der Gewerkschaftsvorsitzenden „durch nichts gerechtfertigt“ und untergräbt die Motivation der Beschäftigten.

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Archiv_Artikel_ab2016 Aktuelles
news-625 Mon, 30 Mar 2020 10:15:00 +0200 Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst https://www.gew-nordhessen.de/home/details/625-lehrerinnen-und-lehrer-im-vorbereitungsdienst/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=15e3928f94a00fa512c879f7951fb590 Informationen für LiV und Personalräte an Studienseminaren Für alle LiV ist diese außergewöhnliche Zeit sicher sehr belastend, am gravierendsten sicher für die LiV im Prüfungssemester. Deswegen bemüht sich das Referat Aus- und Fortbildung der GEW Hessen darum, eine klare Aussage zu erhalten, wie es konkret nach den Osterferien weitergehen soll.

Die Lage ist aber aus Sicht der Lehrkräfteakademie noch so unübersichtlich, dass vor dem Beginn der Osterferien wahrscheinlich noch keine Aussage für zumindest die ersten zwei bis drei Wochen nach den Osterferien hinsichtlich der dann terminierten Prüfungen zu treffen sei.

Es gibt wohl Erwägungen in mehreren Bundesländern, den Tag der Zweiten Staatsprüfung abzusagen und die bisher sicher fest zu stellenden Leistungen als 100 Prozent zu werten und auf 100 Prozent hoch zu rechnen, damit auf jeden Fall vor den Sommerferien die Zeugnisse erstellt werden können und der Prozess des 2. Staatsexamens abgeschlossen ist. Dies soll für alle sich regulär im Prüfungssemester befindlichen LiV gelten, nicht jedoch für Wiederholungsprüfungen.

Dieser eben erwähnte Vorstoß muss aber bundesweit in der KMK abgestimmt werden, damit einen gegenseitige Anerkennung des Examens möglich ist. Und das ist bisher noch nicht geschehen.

So lange dies aber nicht erfolgt ist, sieht sich die Lehrkräfteakademie nicht in der Lage, bezüglich des Prüfungssemesters schon definitive Aussagen zu treffen. Die aktuellen Informationen würden sich immer auf der Homepage der Lehrkräfteakademie befinden.

Wir bedauern sehr, Ihnen als Lehrkräften im Vorbereitungsdienst noch keine konkreteren Auskünfte geben zu können. Wir bleiben aber dran und informieren Sie weiter auch auf dieser Seite, falls es endlich definitive Aussagen geben sollte.

Christina Nickel und Andrea Gergen, Referat Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern

auf@gew-hessen.de

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Aktuelles
news-622 Mon, 30 Mar 2020 09:18:11 +0200 Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst pausieren https://www.gew-nordhessen.de/home/details/622-tarifverhandlungen-fuer-den-sozial-und-erziehungsdienst-pausieren/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=426bcc8d6e9e09d4859e815e3afd421e Tarifinfo des GEW-HV 27. März 2020 Die am 5. März gestarteten Tarifverhandlungen über die Eingruppierungsregelungen im kommunalen
Sozial- und Erziehungsdienst sind wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Gewerkschaften und Arbeitgeber werden die Lage weiter beobachten und die Verhandlungen so bald
wie möglich wieder aufnehmen.

Zur Tarifinfo

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Aktuelles
news-621 Fri, 27 Mar 2020 07:30:40 +0100 Einstellung der Wahlvorbereitungen https://www.gew-nordhessen.de/home/details/621-einstellung-der-wahlvorbereitungen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7c31e49458a4a3abc46d763b84a748ea Beschluss des a.o. GVo am 26. März 2020 Der GVO begrüßt das Schreiben der Vorsitzenden an die Mitglieder des Landesvorstands und dessen Veröffentlichung auf der Homepage. Er empfiehlt allen Gliederungen in ihrem Bereich entsprechend zu verfahren oder den Brief der Vorsitzenden weiter zu geben.

Der Erlass des Innenministeriums vom 24.3.2020 zur Einstellung der Wahlvorbereitungen ergibt sich   aus unserer Sicht nicht zwingend aus dem Gesetz des Landtags zur Verschiebung der Personalratswahlen. Außerdem gibt es rechtliche Zweifel, ob es für die Anordnungen des HMdI die nötigen Ermächtigungen durch den Gesetzgeber gibt. Die GEW wird diesen Fragen nachgehen, auch wenn durch den Erlass Fakten geschaffen wurden. Die GEW wird jedoch sehr intensiv darüber wachen, dass die derzeitige Krise nicht genutzt wird, um die Rechte der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen zu untergraben.

Auch wenn die gegenwärtige Pandemie-Lage keine Aussagen über den Termin der „längstens bis zum 31.Mai 2021“ verschiebbaren Wahlen zulässt, spricht sich die GEW für einen möglichst frühen Zeitpunkt aus, so dass die Übergänge in die Gremien gut organisiert werden können. Sollte kein Konsens im Rahmen des DGB gefunden werden, wird die GEW auch prüfen, ob der Wahltermin für den Schulbereich mit über 2.000 örtlichen Personalräten einmalig auch unabhängig von den Wahlen in anderen Dienststellen des Landes Hessen festgesetzt werden kann. Sobald die Schulen wieder geöffnet sind, wird die GEW dafür einen konkreten Zeitplan vorlegen.

Die GEW empfiehlt allen Personalräten,  die von ihnen benannten Wahlvorstände schon jetzt auf die Möglichkeit und Notwendigkeit hinzuweisen, sie für einen neuen Wahlgang erneut zu benennen. Sie empfiehlt den Wahlvorständen auf allen Ebenen, die für die Wahl im Mai 2020 gesammelten Unterlagen und Beschlüsse aufzubewahren und zu dokumentieren, so dass bei der Einleitung eines neuen Wahlverfahrens lediglich eine Aktualisierung erfolgen muss. Für die Gesamtwahlvorstände betrifft dies insbesondere auch die Aufbewahrung der Kontaktdaten der örtlichen Wahlvorstände. Die GEW Hessen geht davon aus, dass die „neuen“ Gesamtwahlvorstände und der Hauptwahlvorstand erneut die Entlastung, wie sie der Erlass vom 6.11.2019 vorsieht, erhalten, weil die Organisation der PR-Wahlen in den Schulen mit den vielen Dienststellen sehr komplex ist und von vorne begonnen werden muss.

Die GEW hält die Regelung des Gesetzes, dass Beschlüsse der Personalräte „vorübergehend auch im Umlaufverfahren oder durch elektronische Abstimmung (Telefonkonferenz, Mail) erfolgen“ können, für erforderlich, sie weist aber darauf hin, dass dies nur möglich ist, wenn für die jeweiligen Personalräte auch Verfahren gefunden werden, an denen alle sich beteiligen können und für strittige Fragen Wege für Erörterungen gefunden werden. Die GEW unterstützt alle Personalräte nachdrücklich bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Rechte auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die GEW berät die Schulen, Hochschulen und andere Einrichtungen, bei denen die Arbeit der örtlichen Personalräte durch das Ausscheiden von Mitgliedern  aufgrund von Rücktritten, Versetzungen oder Eintreten des Ruhestandes eingeschränkt wird oder ganz zum Erliegen kommt, weil keine Nachrückerinnen und Nachrücker zur Verfügung stehen. Die GEW informiert dann über die Möglichkeit einer Neuwahl des Personalrats nach § 24 Abs.1 HPVG. In diesem Fall würde sich die Amtszeit eines neugewählten Personalrats bis zum übernächsten Wahltermin verlängern. Die GEW empfiehlt davon nur in Ausnahmefällen Gebrauch zu machen, um die Wahl der Personalräte aller Ebenen zum selben Zeitpunkt zu gewährleisten.

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Aktuelles
news-620 Thu, 26 Mar 2020 08:42:37 +0100 Finger weg vom Jahresurlaub https://www.gew-nordhessen.de/home/details/620-finger-weg-vom-jahresurlaub/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dd8e6bd0f426841fe4c6ad16bf0cd2d7 Überarbeitung bei Maßnahmen zur Verbesserung der Einkommenssituation von Eltern dringend notwendig Pressemitteilung DGB Hessen-Thüringen | 25. März 2020 Der Deutsche Bundestag hat heute im Eilverfahren durch eine Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen zur Verbesserung der Einkommenssituation von Eltern getroffen, die sich in Folge von Kita- und Schulschließungen zu Hause um ihre Kinder kümmern müssen.

Deshalb fordert Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen heute in Kassel: „Die gut gemeinten Maßnahmen entpuppen sich bei genauer Betrachtung für die Eltern als Mogelpackung und müssen dringend korrigiert und verbessert werden.“

Betroffene Eltern bekommen nach dem IfSG fortan 67 Prozent Entgeltfortzahlung, wenn sie aufgrund der Schließungen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben. Neben der zu geringen Höhe kritisiert der DGB Hessen-Thüringen vor allem die enormen Hürden bei der Anspruchsberechtigung: „Eltern müssen zunächst ihre angehäuften Überstunden sowie ihren kompletten Erholungsurlaub für 2020 aufbrauchen. Erst dann haben sie Anspruch auf die Entgeltfortzahlung. Das ist skandalös. Die Eltern müssen in diesem Jahr auch noch die Schließzeiten der Betreuungseinrichtungen in den Sommer- und Herbstferien überbrücken. Der Erholungsurlaub muss geschützt bleiben und auch in erster Linie der Erholung dienen“, so Rudolph.

Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum der Anspruch nur für Eltern mit Kindern unter 12 Jahren gelten soll und die Lohnersatzleistung auf 2.016 Euro gedeckelt wurde. „Bleibt das so, stehen hunderttausende Eltern im Regen, denn der Schutz würde – wenn überhaupt – erst in vier bis sechs Wochen greifen. Das hat mit einer Absicherung von Einkommenseinbußen nichts zu tun“, so Rudolph weiter.

Der DGB Hessen-Thüringen fordert die Landesregierungen von Hessen und Thüringen dazu auf, sich bei den Beratungen im Bundesrat für echte Verbesserungen einzusetzen. Rudolph abschließend: „Dazu gehört auch, dass die Entgeltfortzahlung insgesamt auf mindestens 80 Prozent erhöht werden muss. Zur Not müssen die Landesregierungen den Fehlbetrag aufstocken. Es kann nicht sein, dass für die Unternehmen milliardenschwere Zuschüsse zur Bewältigung der Corona-Pandemie gegeben – und sie komplett von den Sozialversicherungsbeiträgen entlastet werden – während Familien in existentielle Nöte geraten.“

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Hochschule Aktuelles
news-619 Thu, 26 Mar 2020 08:41:02 +0100 GEW fordert: Keine Präsenzpflicht https://www.gew-nordhessen.de/home/details/619-gew-fordert-keine-praesenzpflicht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d083a5b041557fd104b7dc5e3dd51c85 für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen! Seit Anfang letzter Woche sind die Kindertageseinrichtungen in Hessen nur noch für die Notbetreuung von Kindern sogenannter Funktionsträgerinnen und -träger geöffnet. Das heißt, dass in den Einrichtungen nun deutlich weniger Kinder zu betreuen sind. Immer wieder jedoch beklagen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass über den für die Notbetreuung notwendigen Personaleinsatz hinaus, von ihren Trägern auf Präsenzpflicht bestanden wird.

Dies führt zu der absurden Situation, dass teilweise die Anzahl der anwesenden Erzieherinnen und Erzieher höher ist als die Zahl der zu betreuenden Kinder.

„So ist die Schließung der Kitas nicht gedacht!“ erklärt Maike Wiedwald,  Vorsitzende  der GEW Hessen. „Die Ansage ist eindeutig: Die Menschen in Deutschland sollen so wenig direkte Sozialkontakte wie möglich haben, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jetzt auf eine Präsenzpflicht in den Einrichtungen zu bestehen, konterkariert den Sinn und Zweck dieser Maßnahme und ist nichts anderes als gefährlich!“

 

Es maximiere Risiken, in der jetzigen Situation darauf zu bestehen, dass für die Notbetreuung nicht benötigte Kolleginnen und Kollegen in die Einrichtungen kommen. Deren Anfahrt sei zudem nicht selten mit längerem Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln verbunden.

Die GEW ruft vor diesem Hintergrund den hessischen Minister für Soziales und Integration Kai Klose auf, in aller gebotenen Deutlichkeit zu kommunizieren, dass Kolleginnen und Kollegen, die in den Einrichtungen nicht zwingend nötig sind, mit Arbeiten betraut werden, die sich auch außerhalb der Einrichtungen erledigen lassen.

„ Konzeptionsarbeit, Nachholen der oftmals nicht in vollem Umfang genommenen Vorbereitungszeiten, Qualitätssicherung - es gibt genug Tätigkeiten, die im normalen Kitaalltag kaum bewältigt werden können, die jetzt aber gut zuhause erledigt werden können und sollen“, erläutert Maike Wiedwald dazu.

Diese Absage an die Präsenzpflicht, die selbstverständlich zuallererst für Angehörige von Risikogruppen gelte, solle auch zwingend auf alle nicht zur Notbetreuung nötigen Kolleginnen und Kollegen ausgeweitet werden, betont Maike Wiedwald abschließend: „ Im Vordergrund muss die Gesundheit aller Beteiligten stehen!“

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Aktuelles
news-618 Wed, 25 Mar 2020 09:10:00 +0100 Zur Durchführung des Landesabiturs https://www.gew-nordhessen.de/home/details/618-zur-durchfuehrung-des-landesabiturs/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f121fec5d3921291d42bf720510bbffe Birgit Koch, Vorsitzende GEW Hessen am 25. März 2020 Stellungnahme der GEW Hessen vom 20. März 2020 Birgit Koch, Vorsitzende GEW Hessen - Stellungnahme vom 25. März 2020

Die GEW Hessen hatte sich letzte Woche vor Beginn der schriftlichen Abiturprüfungen vehement dafür eingesetzt, dass diese Prüfungskampagne nicht beginnt. Das hessische Kultusministerium hat sich anders entschieden. Andere Bundesländer wie Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und andere haben ihre Abiturprüfungen verschoben.

In Zeiten, in denen wir aufgerufen sind, soziale Kontakte zu vermeiden, halten wir es für fahrlässig, rund 24.000 Schülerinnen und Schüler und die entsprechende Zahl von Lehrkräften sozialen Kontakten auszusetzen. Schleswig-Holstein macht es vor. Hier hat die Kultusministerin Karin Prien von der CDU entschieden, dass die Abiturprüfungen nicht stattfinden und das Abitur auf der Basis der bisherigen Noten vergeben werden wird. Dies halten wir für eine beispielhafte Lösung.

Grundsätzlich gilt: Keinem Schüler und keiner Schülerin darf ein Nachteil entstehen.

Dies gilt auch für die Prüfungen zum Hauptschulabschluss, zum Realschulabschluss, zum Abschluss der Fachoberschule und für alle beruflichen Abschlüsse.

Wichtig ist auch: Dieses Schuljahr darf nicht verloren gehen!“


Stellungnahme der GEW Hessen vom 20. März 2020

„Eigentlich müsste man sagen: ‚Am besten trifft sich niemand mehr‘.“ Mit diesen deutlichen Worten beschrieb Ministerpräsident Bouffier vor einigen Tagen die Dramatik der aktuellen Situation.

Der Sinn der jetzt ergriffenen vielfältigen Maßnahmen ist es, soziale Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie so weit wie möglich einzuschränken. Das galt nach Ansicht der GEW Hessen auch für die Durchführung des hessischen Landesabiturs. Deshalb hat die GEW Hessen große Anstrengungen auf den verschiedensten Ebenen unternommen, unter diesen Bedingungen eine Verschiebung des Landesabiturs – wie in anderen Bundesländern auch -  zu bewirken.  Auch viele Schülerinnen und Schüler haben diese Forderung mit einer Unterschriftenliste unterstützt.

Die Hessische Landesregierung hat sich stattdessen entschieden, das Abitur 2020 - wie vorher festgelegt - stattfinden zu lassen. Das Kultusministerium hat in Absprache mit den Gesundheitsämtern eine FAQ-Liste an die Schulen geschickt, welche Vorkehrungen die Schulen zu treffen haben, um die Abiturprüfungen unter den Bedingungen der Corona-Pandemie durchzuführen.

Die GEW erwartet, dass für die Schülerinnen und Schüler keine Nachteile aus den erschwerten Bedingungen dieser Prüfungssituation entstehen, zumal wenn sich diese in den nächsten Wochen noch weiter verschlechtern sollten.

In den kommenden Wochen folgen Nachprüfungen und mündliche Prüfungen für Abiturientinnen und Abiturienten. Aber nicht nur Abiturprüfungen, sondern auch die Hauptschul- und Realschulabschlussprüfungen und Prüfungen an den beruflichen Schulen und den Industrie- und Handelskammern stehen nach den Osterferien von Mai bis Juni auf dem Programm.

Hierfür müssen jetzt rechtzeitig Regelungen getroffen werden. Dabei sind viele offene Fragen zu klären. Eine Frage wäre zum Beispiel, ob im Homeoffice erstellte Hausarbeiten als Klausurersatzleistungen gewertet werden können. Es muss aber auch geklärt werden, wie Leistungen von Schülerinnen und Schülern gewertet werden sollen, die zu Hause nicht lernen können und spezifisch unterstützt werden müssen.

Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden, Prüferinnen und Prüfer und der Lehrkräfte muss dabei immer im Mittelpunkt von Entscheidungen stehen.

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