Aufruf zu Fotoaktion

Der 7-Tage-Inzidenzwert erhöht sich von Tag zu Tag.

Wir brauchen kleine Klassen jetzt erst recht!

 

 

Aufruf zu dezentralen Foto-Aktionen vor Eurer Schule

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Entwicklung der Pandemie in der Stadt Kassel ist dramatisch. Seit mehr als zwei Wochen ist Kassel auch ein Risikogebiet mit einem 7-Tage-Inzidenzwert der größer als 100 ist.
Trotz der fortwährenden Ankündigungen der Hessischen Landesregierung, auf die Wissenschaft zu hören, müssen Lernende und Lehrende ohne dass Abstandsregeln eingehalten werden können, in viel zu kleinen Räumen hoffen, dass sie sich nicht gegenseitig anstecken, falls eine Infektion unerkannt bleibt.

So kann es nicht weitergehen - wir müssen jetzt Druck machen, damit  die Hessische Landesregierung handelt. 

Dazu gibt es zum einen die Online-Petition

https://www.openpetition.de/petition/online/hessen-braucht-ein-konzept-fuer-den-unterricht-unter-pandemiebedingungen

– zum anderen möchten wir Euch aufrufen, unsere gemeinsame Fotoaktion auch an Eurer Schule zu unterstützen:

Ein erstes Online-Treffen von Vertrauensleuten verschiedener Kasseler Schulen hat ergeben, dass wir an möglichst vielen Schulen Fotoaktionen durchführen wollen, um unsere Forderungen zu veranschaulichen. 

Dazu solltet Ihr mit möglichst vielen Kolleg*innen Plakate mit unseren Forderungen (Kleine Klassen jetzt erst recht, Rückkehr zum Wechselmodell, Betreuungsangebote für Kinder arbeitender Eltern, mehr Personal an Schulen, endlich Stufe 3 zünden. etc.) in die Kamera halten und ablichten. Die Fotos sollen gesammelt auf der Homepage der GEW veröffentlicht werden. Wenn es gelingt – in Absprache mit den Schülervertretungen – auch Schülerinnen und Schüler dafür zu gewinnen, umso besser!

Die Fotos schickt bitte bis zum 23.11.20  per Mail an: gew-kassel@gew-nordhessen.de

Bitte gebt uns auch eine Rückmeldung, wenn Ihr eine solche Aktion an Eurer Schule nicht durchführen könnt und warum. Bitte leitet die Information auch an die GEW Kolleginnen und Kollegen in Eurem örtlichen Personalrat weiter.

Mit GEWerkschaftlichen Grüßen

Simon Aulepp | Martin Gertenbach | Christiane Stock

Vorsitzendenteam

GEW Kreisverband Kassel-Stadt

 

Wir fordern:

Das Hessische Kultusministerium trägt die Verantwortung für den vorgelegten Stufenplan und darf diese nicht auf die kommunalen Behörden und Entscheidungsträger abwälzen. Um flächendeckende Schulschließungen zu verhindern, müssen die Schulen zum Wechselmodell zwischen Präsenzunterricht und Distanzunterricht übergehen. Hierfür haben die Schulen bereits im Frühjahr praktikable Konzepte entwickelt, die weiter ausgebaut werden. Auch die Inhalte des Lernens müssen an diese besondere Situation angepasst werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass Schülerinnen und Schüler mit nicht ausreichender digitaler Anbindung und schwierigen häuslichen Arbeitsbedingungen nicht benachteiligt werden.

Die Berufstätigkeit der Eltern muss bei dem Wechselmodell bzw. komplettem Distanzunterricht berücksichtigt werden. Die Landesregierung muss für notwendigen Ausgleich und eine entsprechende Betreuungsmöglichkeit sorgen.

Die Schulen brauchen dringend mehr Personal. Es müssen weitere TV-H-Kräfte eingestellt werden. Hierfür sind die Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen zu verwenden.

Die technische Ausstattung mit qualitativ hochwertigen Lüftungsgeräten muss jetzt erfolgen. Die zugesagten 10 Millionen Euro der Landesregierung sind ein erster Schritt. Sie müssen schnell an die Schulträger gegeben werden, damit die Schulen die Lüftungsgeräte erhalten.

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur muss erheblich beschleunigt werden. Die digitalen Endgeräte für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte müssen beschafft und jetzt ausgegeben werden.

Wir fordern außerdem den Kultusminister auf, sich jetzt mit allen Beteiligten, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Gewerkschaften und Verbänden, Kinder- und Jugendmedizinerinnen und -medizinern sowie Virologinnen und Virologen darüber zu beraten, wie alle gemeinsam den Schulbetrieb an den hessischen Schulen in den nächsten Monaten gestalten können.