Update: Vive la solidarité internationale ! Jérôme Lagavre aus Paris zu Gast in Kassel.

Update (20170915) mit Spendnaufruf: Im Frühling und Sommer des letzten Jahres wurde Frankreich von einer Massenbewegung gegen das neoliberale Arbeitsgesetz, Loi El Khomri, erschüttert.

Update vom 15.9.2017:

Der Spendenaufruf der BDV vom 6. Juni 2017 ist wieder aktuell.


 

Schutzbestimmungen im Code Du Travail, für die die französische Arbeiterbewegung
über hundert Jahre gekämpft hat, werden durch das Gesetz zerstört. Die Verordnungen
von Macron treiben die Maßnahmen auf die Spitze:

 

  • Betriebsvereinbarungen können den Branchentarif und sogar das Gesetz unterlaufen, was Arbeitszeit und Bezahlung angeht.
  • Kettenbefristungen, Entlassungen, Leiharbeit und an Projekte gebundene Arbeitsverträge werden erleichtert.
  • Der französische Unternehmerverband MEDEF ist glücklich - mit gutem Grund!
  • „Die Welt“ schreibt am 28.6., dass deutsche Gewerkschaften gegen solche Vorschläge auf die Barrikaden gehen würden.
  • Am 8.6. fragt „Die Welt“, sinngemäß, ob deutsche Unternehmer nicht nachziehen müssten, um nicht überholt zu werden.

Für den 12. September ruft die Schwestergewerkschaft der GEW, die FNEC FP-FO zum Streik und zu Demonstrationen auf, so wie CGT, Solidaires, der Studentenverband UNEF und andere Gewerkschaften. Wie können wir unsere Kolleginnen und Kollegen in Frankreich unterstützen? Über die Lage in Frankreich, die Angriffe auf den Code Du Travail und die Verschlechterungen im französischen Bildungssystem berichtet:

Jérôme Lagavre, secrétaire fédéral der FNEC FP-FO

Freitag, 22. September 2017

19:00, DGB-Haus, Spohrstr. 6-8 in Kassel

 

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Erneuter Spendenaufruf

Update: Am 7. Juni letzten Jahres rief die Bezirksdelegiertenversammlung der GEW-Nordhessen dazu auf, Geld für eine zu diesem Zeitpunkt neu gegründete Streikkasse zu spenden. Die Bestimmungen des Loi El Khomri sollen durch die Verordnungen von Macron weiter verschärft werden (siehe dazu den Streikaufruf unserer Schwestergewerkschaft FNEC FP-FO aus Paris für den 12. September). Jede Verschlechterung der Lage der arbeitenden und erwerbslosen Bevölkerung in Frankreich hat direkte und indirekte Auswirkungen auf die Gewerkschaften in Deutschland. Zur Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen in Frankreich erinnern wir an unseren Aufruf vom 7.6.2016:

 

„Aufruf der Bezirks-Delegiertenversammlung der GEW-Nordhessen vom 7.6.2016:

Rücknahme des geplanten Arbeitsgesetzes Loi El Khomri!

Spendet für die Bewegung in Frankreich!

 

Was in Frankreich gerade stattfindet, ist nicht einfach das

 Nachholen der Hartz IV-Gesetze, sondern ein schwerwiegender Angriff auch auf die

 Kernbelegschaften, den es so auch in Deutschland noch nicht gibt.

Es liegt also auch in unserem Interesse, die überwältigende Mehrheit der französischen

 Bevölkerung in ihrem Abwehrkampf zu unterstützen. Das Mindeste, was wir dabei tun können,

 ist die streikenden französischen Kolleginnen und Kollegen finanziell zu unterstützen. In

 Frankreich gibt es bisher keine Streikkassen. Die Familien der Streikenden müssen also die

 wirtschaftlichen Folgen der Streiks voll tragen.

 

Um hier ein Zeichen der Solidarität zu setzen, fordern wir auf zu spenden:

 

IBAN: DE 53 5009 0500 0115 3536 02

Bernd Landsiedel

Stichwort: Frankreich

 

Das gesammelte Geld wird schnellstmöglich an das frankreichweite Solidaritätskonto der

 Info'Com-CGT www.lepotcommun.fr/pot/x9a9rzjr weitergeleitet. Zu dem Konto siehe

 auch „Le Monde“ vom 6.6.2016: www.lemonde.fr/economie/article/2016/06/06/loi-travail-les-internautes-mettent-la-main-a-la-poche-pour-les-grevistes_4939597_3234.html“

 

 

Einladung (pdf).

Hintergrundinformation (pdf).